Verfasst von: medienkritik | 5. März 2008

Mapping Cyberspace

Ein wenig an die Geographie Griechenlands erinnernd, zeigt diese „Map of Online-Communities“, MySpace, Wikipedia, SecondLife und andere user-generierte Web 2.0 Phänomene, die derzeit die imaginäre Welt des Internets im wahrsten Sinne des Wortes „bevölkern“. Die gewählte Geographie ist nicht so willkürlich, wie man auf den ersten Blick vielleicht vermuten könnte. Sowohl Lage als auch Größe des Gebiets der jeweiligen Gemeinden sind signifikant. Die Idee ist aus vielerlei Gründen interessant.
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Verfasst von: medienkritik | 21. Februar 2008

Parodien im YouTube Wahlkampf

Der US-Wahlkampf 2.0 ist voll im Gange. Mit Suchbegriffen wie „Obama“, „McCain“ oder „Hillary“ findet man auf YouTube einige kleine Meisterwerke innovativer Wahlkampf-Spots. Parodie, Ironie und Übertreibung sind dabei die wichtigsten Stilmittel der YouTube-Wahlkämpfer. Hier einige recht gelungene Beispiele.
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Verfasst von: medienkritik | 14. Februar 2008

Obama – Politiker des Common Sense

Die deutsche Öffentlichkeit rätselt derzeit über den Erfolg Barack Obamas bei den US-amerikanischen Präsidentschaftsvorwahlen. Nur wenige scheinen zu verstehen, was sich derzeit in den USA wirklich abspielt. Versuche, den ersten schwarzen Senator aus Illinois in eine demographische, parteipolitische oder ideologische Schublade zu stecken scheitern bereits im Ansatz. Am ehesten versteht man ihn noch als rhetorisch geschickten „Inspirator“ der Massen oder Web 2.0 Phänomen der jungen Generation. Wenn man Obamas autobiographische „Bekenntnisse“ liest („The Audacity of Hope“) lässt sich jedoch besser verstehen was hinter Obamas Gedankengut steckt, nämlich ein Konzept von Politik, das in Vergessenheit geraten zu sein schien: Common Sense.
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Verfasst von: medienkritik | 12. Februar 2008

Der TV-Serien Boom – Moderne Epen

Vergleicht man die Filme, die für den diesjährigen Oscar nominiert wurden oder derzeit im Kino laufen mit den zahlreichen ausgezeichneten (zumeist US-amerikanisch produzierten) TV-Serien, die weltweit im Fernsehen zu sehen sind, kann man nur eines feststellen: klassische epische Dramen von literarisch hoher Qualität finden nicht mehr im Buch oder auf der Kinoleinwand, sondern im Fernsehen statt! Die Zahl der Qualitätsserien ist in den letzten fünf, sechs Jahren so exponentiell gestiegen, wie die Zahl der Qualitätskinofilme gesunken ist. Es scheint gerade mal so, dass sich die talentiertesten Autoren und Regisseure heutzutage zunehmend mehr für das Serienformat in epischer Länge, als für die Kurzgeschichte im Kinoformat interessieren. Kein Wunder: Charakter- und Plotentwicklung – die Darstellung der großen gesellschaftlichen Zusammenhänge (Makrokosmos) – eignen sich im Serienformat sehr viel besser als im stark verkürzenden und deshalb lediglich fragmentarischen Short-Story Format des Spielfilms (Mikrokosmos). Hier eine Beschreibung der besten TV-Serien, die man derzeit im TV sehen kann.

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Verfasst von: medienkritik | 6. Februar 2008

Kollektive Identität

Ein Berliner Blogger (La Deutsche Vita) meint, dass sich die Deutschen vor allem durch Negation, quasi im Ausschlussverfahren, selbst definieren. Sozialpsychologische Studien zeigen jedoch schon seit Jahrzehnten, dass dies nicht nur für die Deutschen gilt, sondern für nationale Identifikation im Allgemeinen. Vielleicht wäre es allerdings ohnehin besser sich als Individuum mit bestimmten Fähigkeiten, Talenten und Zielen zu definieren und nicht mittels national-ethnischer Schubladen. Ein Kommentar

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Verfasst von: medienkritik | 28. Januar 2008

Liberty! The American Revolution (Doku)

Wer eine ausgewogene und detailreiche Einführung in die sozio-historischen, politischen und wirtschaftlichen Gründe für die Abspaltung der amerikanischen Kolonien vom Mutterland Großbritannien im 18. Jahrhundert sehen möchte, dem ist die 6-stündige Dokumentation „Liberty! The American Revolution“ (PBS) sehr zu empfehlen. Von der Einführung des „Stamp Act“ (1765) bis hin zur Ausformulierung der US-amerikanischen Verfassung und der „Bill of Rights“ (1785), erzählt diese TV-Miniserie ausführlich über die Hintergründe des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs .

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Verfasst von: medienkritik | 9. Januar 2008

Primary Colors … oder wie Hillary ihre Ideale verlor

137533.jpgEinen recht guten Einblick in die „Primaries“ der Präsidentschaftswahlen des Jahres 1991, als der damals noch recht unbekannte Gouverneur von Arkansas das Rennen bei den Demokraten machte, liefert der Hollywoodstreifen „Primary Colors“ (1998) von Mike Nichols. John Travolta spielt in dieser Polit-Satire Bill und Emma Thompson Hillary Clinton – so zumindest munkelte man als der Film in die Kinos kam. Der Film selbst beruht auf einem gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1996, von dem zunächst niemand wusste wer eigentlich der Autor war. Später stellte sich jedoch heraus dass höchstwahrscheinlich Joe Klein das Buch schrieb … ein den Republikanern und dem Bush Clan nahestehender Journalist.

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Verfasst von: medienkritik | 6. Januar 2008

Die Angst vor jungen (behaarten) Männern

rospanz20080020001-312.jpgJunge Männer sind überall gleich – so möchte man meinen. Nicht aber in Deutschland. Hierzulande bauen ganze soziologische Theoriekolosse, Mediendiskurse und vielleicht sogar Gesetze auf dem Schema guter junger Mann vs. böser junger Mann auf. Die guten jungen Männer sind dabei zumeist blond, blauäugig und erstgeboren (daher nicht überflüssig), die bösen hören Bushido, verprügeln Rentner und essen Döner (daher überflüssig). Kommentar zu einem der dümmsten sozialpolitischen Debatten des letzten Jahrzehnts.

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Verfasst von: medienkritik | 5. Januar 2008

Barack Obamas Iowa Siegesrede

Barack Obamas Rede nach dem historischen Sieg bei den demokratischen Iowa caucuses kann schon jetzt als ein rhetorisches Meisterstück bezeichnet werden. Politische Kommentatoren in den USA behaupten sogar, dass im Fall eines Obama Siegs bei den Präsidentschaftswahlen im November, diese Rede noch in 20 Jahren in amerikanischen Klassenzimmern analysiert werden wird. Die Iowa- Rede erinnert inhaltlich an Obamas bereits berühmte 2004 Democratic National Convention Keynote Address, in der er ein „vereintes“ Amerika fordert, das gemeinschaftlich und über Rassen-, Klassen-, und Parteigrenzen hinweg, egalitäre Bedingungen für jeden Bürger schafft. Stil, Duktuts und das entsprechende Pathos der Iowa-Siegesrede erinnert jedoch auch an einige von Martin Luther Kings Reden aus den Zeiten des „Civil Rights Movements“ der 1960er Jahre.

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Verfasst von: medienkritik | 20. Dezember 2007

Die besten Kinofilme 2007

Die amerikanischen Blockbuster verlieren in meiner Top5 Liste gegen ein low-budget Streifen aus Irland, den in Deutschland noch keiner kennt: Once. Insgesamt jedoch ein recht mageres Kinojahr verglichen mit 2006, wo es recht herausragende Produktionen, wie etwa Babel, Der letzte König von Schottland, Blood Diamond und Children of Men gab.
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