Verfasst von: medienkritik | 5. März 2009

Historische TV-Miniserien

Der Titel dieses Beitrags ist doppeldeutig: Einerseits geht es um TV-Miniserien, deren Inhalt historische Ereignisse (fiktionaler und nicht-fiktionaler Natur) behandeln, andererseits aber auch um Serien wie etwa Roots, die im wahrsten Sinne des Wortes „TV-Geschichte“ schrieben. Das Schicksal mächtiger und ohnmächtiger Familiendynastien, Geschichten von Aufstieg und Verfall und über das Leben von Abenteurern zwischen Kriegen, fremden Kulturen und Revolutionen – das sind die wiederkehrenden Themen und Inhalte, die seit rund drei Jahrzehnten das globale TV-Publikum fesseln. Hier eine kleine persönliche Auswahl herausragender (historischer) TV-Miniserien …
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Verfasst von: medienkritik | 25. Februar 2009

Die besten Kinofilme 2008

Auch in diesem Jahr meine persönliche Bestenliste des vergangenen Jahres. Slumdog Millionaire von Dany Boyle mag filmstilistisch nichts Neues bieten (siehe ausführliche Analyse David Bordwells), dafür konfrontiert er die indische Öffentlichkeit mit einer neuen Form des filmischen (Neo-) Realismus. Clint Eastwoods Gran Torino ist ein Meisterwerk engagierter Filmkunst, das völlig ignoriert wurde, wohingegen Gus Van Sants Milk ein ungeschriebenes Kapitel des Minoritätenkampfs um Bürgerrechte in den USA hinzufügt.
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Verfasst von: medienkritik | 18. Dezember 2008

Duško Popov – Der wahre James Bond

“Codename Tricycle: The True Story of the Second World War’s Most Extraordinary Double Agent”. So heißt ein Buch, das die Biographie eines serbischen Doppelagenten, der gleichzeitig für die Nazis und die Alliierten arbeitete, schildert. Der Autor Russel Miller ist Journalist und hat ein paar Jahre in CIA und MI5 Archiven recherchiert, um die Geschichte Popovs zu erzählen.

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Verfasst von: medienkritik | 15. Dezember 2008

Charts des Grauens

In der Süddeutschen Zeitung findet man eine Liste der Musiker und Lieder, die zu Folterzwecken in Guantanamo benutzt wurden. Darunter (wahrhaft nervige) Interpreten wie Britney Spears oder Aerosmith. Die Musikfolter-Methode wurde spätestens seit 1989 von amerikanischen Militärs benutzt, als man versuchte den Präsidenten Panamas, Manuel Norriega, mit Hilfe eines „akustischen Bombardements“ mit sehr lauter Hard Rock und Heavy Metal Musik zur Aufgabe zu „foltern“ – was schließlich auch gelang. Die Geburt einer neuen erfolgversprechenden Kriegstaktik.

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Verfasst von: medienkritik | 11. Dezember 2008

Weihnachts-Tipp: Zusammen / Tillsammans (2000)

Der zweite Spielfilm des schwedischen Nachwuchsregisseurs Lukas Moodysson erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern gleich mehrere – und das mit einem Humor, den man von schwedischen Filmen eigentlich nicht gewöhnt ist. Im Heimatland Moodysons gilt es nämlich ein schweres Erbe anzutreten: Das des Übervaters des schwedischen Kinos, Ingmar Bergmann, der mit seinen Filmen aus den 70er Jahren ein beängstigend tristes und vor allem schwermütiges Bild bürgerlicher Beziehungsneurosen zeichnete. Die 70er Jahre sind es auch, die in “Zusammen” porträtiert werden, jedoch aus einer gänzlich anderen Perspektive.

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Verfasst von: medienkritik | 11. November 2008

Barack Obama / Abraham Lincoln

Was verbindet den 16. mit dem 44. Präsidenten der USA? Auf den ersten Blick nicht viel, aber wenn man genauer hinschaut eröffnen sich erstaunliche biographische Parallelen und historische Zusammenhänge. Mitten während Barack Obamas erster Amtszeit als Präsident ist auch eine Verfilmung von Abraham Lincolns Leben geplant. In der Hauptrolle: Liam Neeson als Lincoln. Regie soll Steven Spielberg führen.

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Verfasst von: medienkritik | 11. September 2008

Filme über Politiker

Eine Bestenliste über Spielfilme mit politischem Inhalt aufzustellen scheint fast unmöglich, wenn man bedenkt, wie viele Filme politische Thematiken auf die eine oder andere Art und Weise im Plot aufgreifen. Wenn man das Sujet jedoch auf „Politiker als Protagonisten” eingrenzt, lichtet sich das Feld an herausragenden Drehbüchern und Filmen zusehends. Mit „Filme über Politiker” sind deshalb hier Filme gemeint, deren Inhalte insbesondere die Machtkämpfe, Intrigen und Verschwörungen „hinter den Kulissen” sind; Filme also, deren Drehbuchmaterial entweder von Insider-Journalisten recherchiert und fiktionalisiert wurden oder einen einzigartigen Blick auf politische Macht und/oder Machtmissbrauch werfen.
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Verfasst von: medienkritik | 8. September 2008

„House of Saddam“: Der Pate des Nahen Ostens

Zwei der derzeit besten TV-Anbieter, HBO und die BBC, produzierten diese vierteilige TV-Miniserie über den irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein. Die Dramatisierung von Saddams Leben fängt im Jahr 1979 an. Ein Schlüsseljahr der jüngeren irakischen Geschichte, denn hier fängt Saddams politischer Aufstieg an, wenn er zum Generalsekretär der Ba`th Partei ernannt wird und kurz darauf zum Präsidenten Iraks.

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Verfasst von: medienkritik | 1. Juli 2008

“Liberal Arts” – Politische Rhetorik in den USA

„Ein guter Redner“ – in den USA ist das ein Kompliment. Hierzulande meint man damit entweder eine „hohle“, also inhaltsleere Persönlichkeit oder jemanden der es versteht Menschen mit Worten zu manipulieren. Selbstverständlich hat das deutsche Misstrauen mit „guten Rednern“ seine Wurzeln im Nationalsozialismus und dem rhetorisch begabten „Massenverführer“ Adolf Hitler. In den USA hat die Tradition der Rhetorik jedoch andere Hintergründe, die fest verwurzelt im amerikanischen Bildungssystem sind. Die Rede ist von den so genannten „Liberal Arts“ oder den „Septem Artes Liberales“.
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Verfasst von: medienkritik | 18. Juni 2008

Antivisuelle Diskurse

21k9pnc3cpl.jpgIm letzten Jahrhundert ist ein Trend in der Philosophie und deren angrenzenden Geistes- und Kulturwissenschaften zu beobachten, der seitdem modifiziert, historisiert und kontextualisiert wurde. Es handelt sich insbesondere um einen französischen Diskurs, der zahlreiche Publikationen zum Thema Visualität und Moderne hervorgebracht hat. Michel Foucault hat die Kritik der Dominanz des Visuellen in der westlichen Kultur am deutlichsten formuliert. Aber auch andere Philosophen und Kulturhistoriker wie etwa Jean Paul Sartre, Guy Debord und Emmanuel Levinas beteiligten sich am „antivisuellen“ Diskurs des 20. Jahrhunderts.

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